Die Insel Möja

Möja liegt geographisch gesehen exakt in der Mitte von Stockholms Schären, mit den Buchten nördlich von Värmdö im Westen der Insel und im Osten liegen die Außenschären, in diesem Falle die Inseln von Björkskär, die an die offene Ostsee grenzen.

 

 

Möja ist eine der größten Inseln. Hier wohnen 300 permanente Einwohner. Die Dörfer sind groß, im Stil der Schären und haben zum großen Teil ihren Charakter von der Jahrhundertwende behalten. Auf Möja ist es lebhaft. Unter den insgesamt 60 Firmen gibt es eine Werft, Geschäfte, Schreinerei, Fischverkauf, Jugendherberge und Restaurants und Bars. Auf der Insel gibt es eine Kindertagesstätte und eine Schule. Die Geschäfte sind das ganze Jahr geöffnet.

 

Aktivitäten

 

Sowohl im südlichen Berg als auch im nördlicheren gelegenen Ramsmora werden Fahrräder vermietet. In Berg kann man sich auch ein Kajak ausleihen und in den schönen und geschützten Schären um Möja paddeln, mit schönen Buchten und kleinen Inselchen. Auf der Insel gibt es auch markierte Wanderwege.  

 

Sehenswürdigkeiten

 

Möja Kyrka (Kirche)

Schon im 18. Jh. gebaut und einen Besuch wert.

 

Mahnfeuer in Berg

1914 von den Landsturmmännern gebaut und heute ein Denkmal, das man schon von weitem sieht. Seit den 30er Jahren wird das Denkmal von einem Verein gepflegt, dessen Mitglieder ihren Namen auf der Kupferplatte eingraviert bekamen, die auf sich auf der Meerseite des Denkmals befindet. Das Heimatmuseum besteht aus mehreren kleinen Häusern und ist ebenfalls einen Abstecher wert.

 

Tanzhalle

Sie ist eine der ältesten ihrer Art in den Schären und hier werden das ganze Jahr über Aktivitäten angeboten. Im Sommer ist hier das Kino, und die musikalischen Angebote samstags sind hochwertig. Hier wird auch der traditionelle Weihnachtsmarkt im Dezember veranstaltet. Die Möja Eisenbahn ist in Privatbesitz und liegt direkt außen an der Brücke in Berg. Sie ist sehr kurz, aber wie der Besitzer selber sagt, steht das Vergnügen, eine Eisenbahn zu besitzen, überhaupt nicht im Verhältnis zu deren Länge. Die Dampflok wird im Sommer mehrere Male gezeigt.

 

Gastronomie

Wikström Fisch

Sommarstället, Berg

Pizza Bus (Pizza Bussen)

Fröken Ströms Café, Löka

 

Natur

Das Naturreservat Björndalen im Norden der Insel besteht abwechselnd aus Nadel- und Laubwald mit Sumpf- und Moorlandschaften. Draußen im Möja Reservat wechselt die Landschaft zwischen idyllischer Natur der Mittelschären und den kargen Landschaften der Außenschären. Auf den Inseln der Möjaschären leben Elche, Rotwild, Mader und Dachse. Die Inseln wurden zu allen Zeiten schon als Weide- und Ackerland genutzt. Jedes Dorf auf Möja besaß kleinere Inseln als Weide- oder Ackerland, was an den Namen der ein oder anderen Insel zu erkennen ist, wie z.B. Lökaön und Ramsmoraö.

 

Geschichte

Seit der Wikinger Zeit haben Menschen auf Möja gelebt. Im 13. Jh. wurde die Insel mit dem Namen Myghi in den Segelaufzeichnungen König Waldemars beschrieben. Die großen Dörfer sind das Besondere in den Schären Stockholms, hier lebte man gut von der Landwirtschaft, Jagd und dem Fischfang. Schon 1542 gab es 11 Höfe, die von freien Bauern bewirtschaftet wurden. Wie es vielen anderen Inseln auch erging, so kamen die Russen auf ihrem Feldzug 1719 auch nach Möja. Die reiche Insel wurde schwer getroffen, alle Höfe wurden niedergebrannt, nur die Kapelle in Berg wurde verschont. Erst später wurde sie abgerissen und durch die jetzige Kirche ersetzt, die 1768 gebaut wurde. Als Überbleibsel aus dieser Zeit gibt es einige Russenöfen, in denen die russischen Soldaten ihr Roggenbrot backten.  

Der Fischfang war zu allen Zeiten schon eine wichtige Einkommensquelle. Von Möja aus wurden die Fische per Boot nach Stockholm gebracht oder mit Pferd und Kutsche, wenn die See zugefroren war. Noch bis in die 80er Jahre hinein hatte Möja eine der größten Fischfang Flotten in den Schären. Heute ist nur ein hauptberuflicher Fischer übrig geblieben. Eine Spezialität der Insel waren die angebauten Erdbeeren. Bis zu den 80er Jahren waren die Möja Erdbeeren eine gute Einkommensquelle für die Bewohner. Heute werden die Erdbeeren nicht mehr kommerziell angebaut. Seit dem Ende des 19. Jh gibt es hier Sommergäste, aber es wurden relativ wenig Sommerhäuser gebaut. Möja und umliegenden Schären wurden in Bild und Ton vom Künstler Roland Svensson beschrieben, der ein Atelier auf Tornö hatte, an der Nordspitze Möjas. Ebert Taube schrieb „Es wird getanzt auf Sunnanö“ in einer Pension auf Södermöja.

 

 

Weitere Informationen

Tourismusbüro Berg, Tel.: 08-571-640 53

I-Punkt Långvik, Tel.: 08-571-612 00

www.mojaturistinfo.se

www.moja.nu

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Frank Mietzsch