Die Insel Utö

Genau östlich von Nynäshamn, auf der anderen Seite von Mysingen, zum offenen Meer gelegen, befindet sich Utö. Die Insel gehört zusammen mit den Inseln Ornö, Rånö, Ålö und Nåttarö zu einer langgestreckten Schärengruppe.  Drei geschichtliche Epochen haben die Insel gepräg: der Bergbau, mit einer der ältesten Eisennerzgruben Schwedens, die militärische Epoche, belegt durch den Schießplatz im Süden der Insel und der heutigen Haupteinnahmequelle: dem Tourismus. Das ganze Jahr über wohnen ca. 250 Einwohner hier, viele Familien mit Kindern. Daher gibt es hier eine Vorschule und eine der größten Grundschulen in den Schären.. Im Sommer nimmt die Bevölkerung der Insel stark zu, aber auch das ganze Jahr über wird die Insel besucht. Das Feuer Wochenende im Oktober, der jährliche Weihnachtsmarkt und das Weihnachtsbuffet im Utö Värdshus sind Veranstaltungen, die Besucher anziehen.

Aktivitäten

Auf Utö gibt es Viel zu sehen und zu tun. Im Hafen werden Fahrräder und Kajaks vermietet, Fischerboote bieten Touren an und durch die Schären kann man ebenfalls geführte Bootsfahrten buchen. Tennis, Minigolf und auch Reitkurse im Westernreiten wird angeboten.

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Eisenerzgrube

Eine der ältesten Gruben in Schweden, mit Wasser gefüllten Grubenlöchern. Das tiefste Loch ist 215 m tief.

Utö Mühle

Im 18. Jh. gebaut, hier hat man die beste Aussicht über das Meer und die Buchten.

Gastronomie

Gut essen kann man z.B. im Utö Värdshus im ehemaligen Büro der Eisenerzgrube am Hafen, mit breiter Aussicht über Mysingen. Eine andere gute Adresse ist Utö Bageri och Kök, wo das gute lokale Brot, der Utö Laib (Schw.: “Utö Limpa“) gebacken wird. Auf Ålö wird vom Restaurant Båtshaket selbst gezüchtete und geräucherte Regenbogenforelle angeboten.

 

Einkaufsmöglichkeiten

  • Utö Livs, auch Abholstation für Bestellungen vom Systembolaget (Staatlich geführtes Geschäft, in dem Spirituosen und alle alkoholhaltigen Getränke verkauft werden)

  • Hamnmagasinet (Schw.: Geschäft im Hafen)

  • Utö Sjömack am Hafen

Seeglerhafen und Badestellen

An der Grubenbrücke (Schw. Gruvbryggan), mit Platz für ca. 300 Boote. Hier wird der komplette Service angeboten: Dusche, Sauna, Toiletten, Waschraum, Kiosk und Abwasserentsorgung. Es gibt viele natürliche Badestellen, z.B. an der Grubenbrücke, Badeklippen bei Rävstavik oder der schöne, weiße Sandstrand Ålö Storsand

Natur

Der nördliche Teil von Utö mit der umgebenden Natur ist Naturreservat. Mitten im Reservat liegt ein Dorf, dass zur alten Eisenerzgrube gehörte. Die Natur wird geprägt von Nadelwald, Weideland, üppiger Vegetation und im Osten Klippen zum offenen Meer hin. Im Norden sind die Böden sehr kalkreich, sogar Mandelbäume wachsen hier. Bei Kroka, in der Nähe vom nördlichsten Punkt von Utö, ist die Flora am vielfältigsten. Hier sind auch viele Vogelarten zu beobachten, vor Allem im Herbst. Dann sieht man die Raubvögel und andere Vogelarten auf ihrem Weg nach Süden vorüberziehen. Der Norden von Utö ist auch bekannt für seine Schmetterlinge.

Rund um das alte Grubenloch findet man Gesteinshaufen, die für denjenigen interessant zum Untersuchen sind, der sich für Mineralgestein interessiert. Aber bitte die Steine liegen lassen, und nicht mitnehmen! 1973 kaufte die Schärenstiftung Nord Utö und hat seit dem Bade- und Rastplätze angelegt, Spazierwege und Radwege gebaut und eine aktive, naturpflegende Forstwirtschaft aufgebaut. Viele der Strände rund um die Insel haben schöne, glatt geschliffene Klippen, perfekt zum Baden. Es gibt ebenfalls mehrere schöne Sandstrände. Von der Grubenbrücke startet der Utösteig, ein ca. 3 km langer Natur- und Kulturweg.

Geschichte

Nach der Eiszeit stieg Utö als kleine Inselgruppe aus dem Meer, vor ungefähr 10 000 Jahren. Die ersten Einwohner waren vermutlicher weise nomadisierende Fischer und Jäger. Niedergelassene Einwohner wurden von 550 – 1050 schon dokumentiert, im Graben nahe Skogsby, im Süden der Insel. Am Ende dieser Periode war die ganze Insel bevölkert. Schon im 12. Jh. begann der Erzabbau. Die Gruben auf Utö gelten als die ältesten und wichtigsten in Schweden, mit einer Gesamtzeit von 700 Jahren im Betrieb. Der Abbau begann 1879. Mit der Ausnahme eines Testabbaus in den 1950ziger Jahren, wurde die Grube stillgelegt.

Als sich der Abbau von Erz nicht mehr lohnte wurde die Insel von einem Gutsherrn gekauft, der vor allem am Holzabbau interessiert war. Dies führte schnell dazu, dass die Wälder abgeholzt wurden. Danach wurde die Insel an den Großhändler E-W Levin verkauft, der die Insel zum Badeort machte und so dazu beitrug, dass die Schären für die Stadtbewohner geöffnet wurden. Viele bekannte Namen kamen zu dieser Zeit auf Besuch nach Utö, u.A. das Künstlerpaar Georg und Hanna Pauli, die Schriftsteller Gustaf Fröding, Gustaf Hellström, Alice Lyttkens und Feuilletonist Hasse Z. Der Schießplatz im Süden der Insel wurde in den 1940ziger Jahren vom Militär genutzt und wird immer noch ab und an zu Übungen genutzt.

Weitere Informationen: Utö Tourismusbüro 0046 / (0)8 501 574 10

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Frank Mietzsch